Sex, Drugs & Baseball

Doping ist ein echtes Problem im Baseball. Wird unter Profis aber leider nur selten als solches erkannt. Noch bevor in den 80ern leistungssteigernde Steroide in Mode kamen, gab es aber auch rein psychedelische Experimentierfreuden. Darunter ein No-Hitter von Ellis D.

Ellis, D. – so lautete das Namenskürzel in der TV-Anzeige von dem rechtshändigen Pitcher Dock Ellis der Pittsburgh Pirates (spielte 1968-79). Und du wirst dir denken können, was jetzt kommt: Er war auf LSD, als er am 12. Juni 1970 einen No-Hitter, ein Spiel bei dem keinem einzigen Schlagmann ein Treffer gegen ihn gelang, gegen die San Diego Padres pitchte. In diesem lustig illustrierten Trickfilm (4 min.) erzählt Ellis Jahre später, was an jenem Tag geschah:

In der Geschichte des Profibaseballs gab es 295 solcher No-Hitter. Wikipedia listet hierzu noch weitere aufschlussreiche Statistiken auf. Es verzichtet aber auf die gängige Markierung und Abwertung all jener Rekorde mit einem Sternchen, die von nachweislich gedopten Pitchern erzielt wurden. Im Gegensatz zu ihnen hätte Dock Ellis wohl ein dickes, fettes Ausrufezeichen verdient. Er war mit Sicherheit der einzige, dem diese Glanzleistung unter Acid-Einfluss gelang.

In ihrem Nachruf schrieb die Pittsburgh Gazette über Dock Ellis alias Ellis D.:

“At a time when drugs, race and other issues in American society were colliding with baseball, Ellis often was at the forefront. He spoke his mind and stood by what he said while playing with the likes of Willie Stargell, Dave Parker and Roberto Clemente.”

 

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